Warum tut es eigentlich keiner?

„Jaja, weiß ich eh, weniger ist mehr! … Boah ja, Powerpoint ist echt zum Einschlafen!“ Solche Reaktionen höre ich oft, wenn ich Leuten erzähle, was ich so beruflich mache.

Auf die Frage „Was machst Du eigentlich so?“ antworte ich „Ich rette die Welt vor faden Präsentationen„. Dann folgt meist ein kurzes Lächeln und Antworten wie die obigen, die noch durch oft gehörte „Präsentationsregeln“ ergänzt werden.

Viele Leute wissen also, was sie für eine gute Präsentation tun oder lassen sollten. Somit wäre es doch eigentlich ganz einfach, das Wissen zum Vorteil aller umzusetzen, oder? Die Frage ist nur, warum handeln so wenige Menschen danach, wenn das Wissen ja da ist?

Gute Präsentation & Abnehmen

Die Antwort ist ganz einfach. Weil die Umsetzung des „Wissens“ eben nicht so einfach ist! Wenn etwas nicht einfach ist, dann erfordert es Aufwand & Anstrengung, um es zu erreichen! Aber wenn man sich den Aufwand nicht antun will, dann handelt man – wider besseren Wissens – nicht optimal. Und/oder man findet Ausreden, warum es gerade jetzt mal wieder nicht geht.

Ist doch ganz so wie beim Abnehmen, oder? Die meisten Menschen wissen, dass es nicht gut ist, kiloweise fettes Essen in sich reinzustopfen und sich nicht zu bewegen. Einfache Lösung: Gesündere Ernährung, mehr Bewegung und alles ist gut. Aber auch hier dasselbe Phänomen! Das grobe Wissen ist vorhanden, aber wir Europäer werden trotzdem immer fetter.

Was steckt hinter diesem Phänomen?

WIIFM – What’s in it for me?

Die Lösung ist also „Tun, statt reden“. Aber wie kommt man vom Reden ins Tun? Meiner Meinung nach heißt die Antwort Motivation.

Welche Dinge motivieren uns im Leben? Letztendlich wohl nur die Dinge, die uns einen persönlichen Vorteil versprechen. „Was hab‘ ich davon?“ oder auf Englisch „What’s in it for me?“ ist eine Frage, die wir uns selber oft stellen, nicht wahr?

Wenn wir in einer Situation „etwas für uns erkennen“, dann wäre es eigentlich logisch, sofort die Initiative zu ergreifen. Warum tun wir das in vielen Fällen aber trotzdem nicht?

Ich würde sagen, weil uns entweder der Leidensdruck fehlt („es geht mir auch so gut“) oder weil wir den Vorteil bei anderen zwar erkennen, diesen aber für uns nicht als real bzw. möglich wahrnehmen.

Ein Beispiel. Wenn man einen Vortrag einer charismatischen Person verfolgt – einer Person, der die Zuhörerinnen & Zuhörer förmlich an den Lippen hängen, dann denkt man „das würde ich auch gerne können“. „Ich würde auch gerne so überzeugend rüberkommen. Ich will auch, dass mir die Leute zuhören und sich für meine Meinung interessieren.“ Warum? Weil man sieht, welches Ansehen diese Person genießt und wie diese u.a. durch starkes Auftreten und einen überzeugenden Vortrag erfolgreich ist/wird. Selbst in diese Rolle schlüpfen? No way!

Ich kann das nicht

Man sieht also den Vorteil, kann sich aber gleichzeitig nicht vorstellen, dass man selber in diese Position kommen könnte. Man gibt somit auf, bevor man begonnen hat, weil das Ziel als zu groß und unerreichbar erscheint.

Dass dem aber oft nicht so ist, zeigt eine kleine Anekdote, die ich im Artikel „Persönliche Entwicklung durch bessere Präsentation“ erzählt habe. Das Beispiel zeigt vor allem, dass es sich 1. lohnt, Dinge zu tun und dass es 2. oft viel einfacher ist, als man anfangs dachte. Also, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, sondern aktiv werden. Und aktiv werden beginnt mit Umdenken!

Anstatt sich einzureden „das schaffe ich eh nie“, könnte man sich auch denken „warum eigentlich nicht?“. Alles beginnt also mit der Änderung der eigenen Sichtweise aber auch mit der Einsicht, dass „dieser Weg, kein leichter sein wird„.

Alle fangen irgendwann klein an

Wenn man sich an Personen wie aus dem obigen Beispiel orientiert, dann darf man nie vergessen, dass auch diese irgendwann mal klein angefangen haben. Aber sie haben angefangen und sich entwickelt. Und genau das können Sie auch!

Egal ob es darum geht eine bessere Vortragende / besserer Präsentator zu werden oder ob Sie andere Ziele im Leben haben, die Sie endlich erreichen wollen. Alles beginnt mit dem ersten Schritt (Umdenken) gefolgt von kleinen Schritten in Richtung Erfolg.

„In a world of talkers, be a thinker and a doer“

Reden tun viele, aber nur diejenigen, die ihr Glück selbst in die Hand nehmen, werden auch erfolgreich. Oder, wie es Destin Sandlin in seinem TED Talkd auf der TEDxVienna „Brave New Space“ formulierte: „In a world of talkers, be a thinker and a doer“.

 

 

Ihre Meinung?

Was sagen Sie dazu? Worüber denken Sie nach, was wollen Sie als Nächstes angehen oder umsetzen? Lassen Sie es mich unten in den Kommentaren wissen!

 

P.S. Wenn Sie Fähigkeiten in freier Rede und Präsentation verbessern möchten, dann begleite ich Sie gerne dabei. Ich freue mich auf Ihren Kontakt. (Das wäre in diesem Fall dann der erste Schritt zum Tun.)

 

Bildquelle: © Rawpixel.com – Fotolia.com

 

 

Michael

Ich helfe Ihnen, die Dinge auf den Punkt zu bringen, damit Sie Ihr Publikum überzeugen & zu Taten bewegen! Egal ob Rede, Präsentation, Vortrag, Meeting, Startup- & Elevator Pitch, 60-Sekunden-Präsentation, Bewerbung, Ausschreibung usw. - wann immer Sie jemanden überzeugen wollen, stehe ich Ihnen unterstützend zur Seite!

There are 2 Comments

  • Anton Haller says:

    sehr schöne Inspiration. danke Michael Sinnhuber.

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